Dienstag, 6. Juli 2010

Kontrolliertes Trinken oder Abstinenz?

Diese beiden Begriffe werden oft wild durcheinander geworfen und - noch schlimmer - es wird nicht beachtet, dass sich daraus schwerwiegende Konsequenzen ergeben:
  • Wer sich für Abstinenz entscheidet und das auch bei der MPU so vorbringt, erklärt damit, dass er nie wieder Alkohol zu sich nehmen wird; auch nicht in kleinsten Mengen! Nach den aktuellen Vorgaben folgt daraus eine entsprechend strenge Überprüfung, ob der Kandidat sich tatsächlich langfristig daran gehalten hat. 12 Monate sind der Normalfall.
  • Kontrolliertes Trinken erlaubt zu relativ wenigen Anlässen pro Jahr (oft werden nicht mehr als 1 Anlass pro Monat genannt) eine geringe Menge Alkohol. Weil angenommen wird, dass der Kandidat das Trinken und das Fahren nicht ausreichend trennen konnte, darf der Promillewert dabei ca. 0,3 nicht überschreiten. Außerdem ist das Trinken nicht etwas Zufälliges, sondern vorher bewusst geplant. - Wie realistisch das in der Wirklichkeit ist, muss jeder selber entscheiden. Es ist aber das, was für die MPU bei Kontrolliertem Trinken erwartet wird.
Mit der Entscheidung für Abstinenz für die MPU erschwert man sich die ganze Sache. Man sollte sich deshalb unbedingt schlau drüber machen, ob im eigenen Fall nicht die Angabe von kontrolliertem Trinken ausreichend ist!

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